Buschlkapelle Ottobeuren, Burg Frolis, Fröhlins, Frölis

 

Der Burgstall befindet sich ca. 1800m NÖ von der Ottobeurer Kirche entfernt, auf einem mit der sogenannten "Buschlkapelle" bebauten in SSW-Richtung vorstoßenden Geländesporn. Er bildet eine durch einen bis 20m breiten und bis 3m tiefen Halsgraben von der Bergflanke abgetrennte Plattform von etwa 26x20m Durchmesser, und einer Höhe von ca.3-3,5m. Eine Vorburg fehlt und hat nie bestanden. Auf der Westseite befindet sich eine schwache Quelle, an der Nordostecke ist unter der Nagelfluh ein verschüttetes Loch , das sagenumwobene Teufelsloch. Laut Schnieringer soll es sich dabei um den verschütteten Brunnen der Burg handeln. Der heutige Eingang, eine breit über den in den Nagelfluh geschnittenen Hauptgraben gebaute Erdrampe gehört der neueren Zeit an. Bauhof war der Frölishof Nr.33. In der Burg saßen ottobeurische Dienstmannen. 1172 Bertold Getinbratter und sein Bruder von Dennenberg. Die Burg rodete den Weiler Langenberg. 1714 wurde auf dem Burghügel die Michaelskapelle erbaut. 1805 geschlossen und 1808 zum Jagdschloss für den Memminger Bürger Duracher umgebaut. Seit 1852 wieder Kapelle wie sie heute zu sehen ist. Die Gedenktafel in der Kapelle ist seit 1938 vorhanden.Sagen und Legenden: Von der Burg soll ein unterirdischer Gang nach Hawangen führen. Sagen von verborgenen Schätzen, vom Teufelsloch, vom Pudel auf der Schatzkiste, der guten schenkenden Frau im Berge, dem Wagen der Frau Holle mit dem Katzengespann (Rasselwagen) oder dem wilden Heer, das am Allerseelentag zum Buschelberg zieht.

(Quellen:Karl Schnieringer, Burgställe im Landkreis Memmingen 1949; Der Burgstall auf dem Buschelberg, Spiegelschwab 1/1975 ; Katalog der Befestigungsanlagen des Allgäus, B.Blum, 2008

 

Grundriss mit freundlicher Genehmigung von B.Blum


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Hier noch ein interessanter Link zu Baumann I S.548 , Bayerische Staatsbibliothek